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Eine Idee erobert die Welt

Das Weimarer Bauhaus

Walter Gropius war nicht nur ein begnadeter Architekt. Er besaß auch die Gabe, bedeutende Köpfe für seine Pläne einzunehmen. 1919 führte er die Kunsthochschule und die Kunstgewerbeschule Weimar zum Staatlichen Bauhaus zusammen. Für diese Kunstschule gewann Gropius unter anderem Lyonel Feininger, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Gemeinsam mit diesen genialen Künstlern setzte Gropius sein revolutionäres Programm um: Das Bauhaus vereinigte die gestalterischen Disziplinen vom Grafikdesign über die bildende Kunst bis zur Architektur und überwand alle Konventionen. Davon zeugen bis heute Gebäude sowie Designklassiker wie die Tischlampe von Wagenfeld (Foto). Auch die Nationalsozialisten konnten den Siegeszug des Bauhauses nicht aufhalten. Aus Deutschland vertrieben, trugen die Emigranten ihre Auffassung von der Moderne in alle Teile der Welt. Im heutigen Israel beispielsweise bauten sie die „weiße Stadt am Meer“ – Tel Aviv. Und in Detroit, Michigan, entstand Ende der 1950er-Jahre der Lafayette Park, eine weitläufige Park- und Wohnlandschaft. Bis heute führt die Bauhaus-Universität Weimar die Tradition nach Gropius fort.

Die Klassik Stiftung Weimar errichtet zurzeit ein neues Bauhaus-Museum in Weimar, das die gegenwärtige Ausstellung ersetzen wird. Schließlich gilt es, den bis heute wirkungsvollsten und erfolgreichsten Exportartikel deutscher Kultur des 20. Jahrhunderts – die Ideen des Bauhauses – zeitgemäß zu würdigen.