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Eine Karriere nach Maß

Judith Skodlerak hat es geschafft: Mit gerade einmal 28 Jahren besitzt die Modedesignerin ihr eigenes Label und einen Laden in Saalfeld. Für die Thüringer Kleinstadt hat sie sich bewusst entschieden, weil sie hier beste Voraussetzungen für ihre kreative Arbeit findet.

Nur das leise Kratzen eines Stiftes auf Papier ist zu hören, ansonsten herrscht im Atelier von Judith Skodlerak absolute Ruhe – und volle Konzentration. Die 28-jährige ist über einen Tisch gebeugt und zeichnet ein Kleid. Es ist Vormittag. Um diese Zeit arbeitet sie für gewöhnlich an neuen Kollektionen: an eleganten Hosen, Jacken, Kleider und Röcke.

Nach der kreativen Arbeit ruft das Geschäft: In der zweiten Tageshälfte verkauft sie die Outfits in ihrem ans Atelier angrenzenden Laden. Zwei Modekollektionen fertigt die gebürtige Mecklenburgerin pro Jahr, mit jeweils zehn bis fünfzehn Teilen. Schlichte, aber raffinierte Schnitte und fließende Stoffe prägen ihren Stil. Mode, das merkt man sofort, ist für die junge Frau nicht nur schöne Kleidung, sondern Ausdruck ihrer Persönlichkeit.

Traumberuf Modedesignerin

Dabei war der Weg zum eigenen Business mit Hindernissen verbunden. Als Teenager träumt Skodlerak erstmals davon, Modedesignerin zu werden. „Aber alle haben mir gesagt, wie schwierig es sei, einen Studienplatz zu bekommen“, sagt sie. „Und sowieso sei Mode doch eine brotlose Kunst.“ Statt ihrem Herzenswunsch nachzugehen, beginnt sie ein Studium der Theologie, das sie allerdings nach wenigen Semestern abbricht. Dann versucht sie es mit Arabistik – aber auch das ist nicht das Wahre. „Mir war klar, dass ich etwas Handfestes machen musste“, sagt sie.

Also beginnt Skodlerak eine Ausbildung als bekleidungstechnische Assistentin. Eine wertvolle Entscheidung: Hier lernt sie das Mode-Handwerk von der Pieke auf. Anschließend verwirklicht sie ihren Teenagertraum und studiert Modedesign in Zwickau. 2016 schließt sie das Studium erfolgreich ab – und nun geht alles schnell: Ein halbes Jahr später gründet sie ihr eigenes Label, wenige Monate darauf feiert der Laden in Saalfeld Eröffnung.

In der Ruhe liegt die Kreativität

Die Thüringer Kleinstadt mit ihren 27.000 Einwohnern ist für die junge Modedesignerin der perfekte Standort. Zum einen, weil Skodlerak hier ausreichend Ruhe findet, um kreativ zu arbeiten. Zum anderen, weil sie deutlich weniger unter Druck steht als in den Modemetropolen. „Man hat die großen Wettbewerber nicht direkt vor der Nase, die Mieten sind günstig, und es gibt hier viele Leute, die man inspirieren kann“, sagt die junge Frau. „Diese Region ist noch nicht so überschwemmt mit Ideen, und gleichzeitig ist Saalfeld kein Dorf, sondern eine Stadt mit vielen attraktiven Angeboten.“

Ihr Ziel: Produktion ausbauen, Arbeitsplätze schaffen

Zu Beginn musste sie sich nur an die direkte, offene Art der Thüringer gewöhnen: „Hier sind alle sehr aufgeschlossen und wenn man sich zum zweiten Mal sieht, ist es schon, als würde man sich seit Jahren kennen“, sagt sie. Zuerst sei davon ein bisschen überfordert gewesen, aber inzwischen habe sie das sehr zu schätzen gelernt. Dass Saalfeld darüber hinaus eine große Nähtradition hat – früher gab es hier ein Nähmaschinenwerk und eine Textilherstellung – spornt Skodlerak zusätzlich an: Sie träumt davon, ein kleines Produktionsunternehmen aufzubauen und Näherinnen einstellen, die ihre Entwürfe umsetzen.

Demnächst sollen aber erst einmal andere Boutiquen ihre Kollektionen anbieten, die Verhandlungen laufen. Skodlerak ist zuversichtlich, was die Zukunft angeht: „Der Start war toll, und es wird weiter funktionieren, da bin ich mir sicher.“ Ein weiterer wichtiger Schritt: Ihre Kleidungsstücke kann man nun nicht mehr nur in Saalfeld, sondern überall kaufen – die Modedesignerin hat unlängst einen Online-Shop eröffnet.

Skodlerak Fashion Design

Ladenatelier
Darrtorstraße
07318 Saalfeld
www.skodlerak.de

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