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Innovatives Porzellan

Der Schöpfer des Meißner Porzellans war ein Thüringer. Die Rezeptur erfand der 1682 in Schleiz geborene Apotheker und Alchemist Johann Friedrich Böttger eher zufällig: August der Starke verlangte von ihm, Gold herzustellen. Dieses Wunder gelang Böttger natürlich nicht, dafür aber die Herstellung blütenweißen Porzellans. Damit war 1708 nicht nur Böttger aus dem Schneider, sondern auch das Monopol der Chinesen auf das „weiße Gold“ gebrochen.

Lange blieb das Geheimnis des Porzellans gewahrt. Erst gut 50 Jahre nach Böttger fanden drei weitere Thüringer beinahe gleichzeitig Wege, Porzellan herzustellen: der Theologe Georg Heinrich Macheleid, der Hütteninspektor Johann Wolfgang Hammann und der Glasmacher Johann Gotthelf Greiner. Als Konkurrenten legten sie den Grundstein für die Thüringer Porzellantradition, die ihren Höhepunkt um das Jahr 1900 erreichte: Damals gab es rund 400 Manufakturen in Thüringen. Heute stellen im Freistaat noch mehr als ein Dutzend Betriebe Porzellan her, darunter die Eschenbach Porzellan Group, die Porzellanmanufaktur Reichenbach und die Porzellanfabrik Hermsdorf, die vor allem technische Keramik für industrielle Anwendungen herstellt. Viele der Traditionsunternehmen laden jedes Frühjahr in ihre Produktionsstätten ein, um beim Thüringer Tag des Porzellans ihre Handwerkskunst zu zeigen.

Auch einer der größten Porzellanhersteller Europas hat seinen Sitz in Thüringen: Das 1844 gegründete Unternehmen KAHLA aus der gleichnamigen Kleinstadt. Es setzt gleichermaßen auf handwerkliche Tradition und gestalterische Innovationen und gewinnt regelmäßig internationale Preise. So erhielt KAHLA zwischen 1997 und 2014 zehn Mal den Red Dot Design Award. Eine der neuesten preisgekrönten Innovationen ist ein Coffee-to-go-Becher aus Porzellan – eine zeitgemäße Neuinterpretation des weißen Goldes.

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