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Tastengötter mit Nachruhm: Bach und Liszt

Johann Sebastian Bach war zu Lebzeiten nur wenigen als Komponist ein Begriff. Der Ruf des gebürtigen Eisenachers gründete auf seinen Fähigkeiten als Organist, Kapellmeister und Kantor. Schon bald nach seinem Tod war Bach so gut wie vergessen. Heute reisen Musikliebhaber aus aller Welt nach Eisenach, um beispielsweise die Konzerte im Bachhaus zu hören, nach Arnstadt, wo Bach seine erste Stelle hatte und wo seine Traukirche steht, oder nach Weimar, an dessen Hof das Genie einige Jahre lang wirkte.

Darüber hinaus hat kein zweiter Tonsetzer so viele andere Musiker beeinflusst wie Bach. Die Liste der Bewunderer reicht von Beethoven über Mendelssohn-Bartholdy bis hin zu Schönberg und Jazz-Größen wie Nina Simone. Zu denen, die Bach der Vergessenheit entrissen, gehörte Franz Liszt. Er bearbeitete einige Werke des Barockmeisters für Klavier und ließ sich bei eigenen Kompositionen für die Orgel von Bach inspirieren. Heute Tastengötter mit Nachruhm 69 | Bach und Liszt huldigt der „Internationale BACH | LISZT Orgelwettbewerb Erfurt - Weimar - Merseburg“ dieser künstlerischen Verbindung. Liszt wandelte aber nicht nur als Komponist auf den Spuren des berühmten Vorgängers: Rund 140 Jahre nach J. S. Bach trat Franz Liszt eine Stelle am Weimarer Hof an. Damit endete ein Lebensabschnitt, in dem der umjubelte Pianist rastlos in ganz Europa konzertiert hatte.

Liszt – wie Bach vielen Zeitgenossen vor allem als Virtuose bekannt – lebte von 1848 bis 1861 und von 1869 bis zu seinem Tod in der Klassiker-Stadt. Der gebürtige Ungar machte Weimar zu einem Musikzentrum von europäischem Rang und zog Besucher wie Hector Berlioz und Johannes Brahms an. Heute trägt die Hochschule für Musik in Weimar seinen Namen. Liszts zweite Weimarer Wohnung in der Marienstraße 17 ist heute ein Museum. Besucher sehen dort unter anderem einen originalen Bechstein-Flügel des Komponisten.

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