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Markus Hintzen/ TMWWDG

Batterie-Revolution aus Thüringen

Seit sieben Jahren entwickelt Professor Yong Lei an der Technischen Universität in Ilmenau neue Akkus auf Natrium-Ionen-Basis. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Lithium-Ionen-Pendants laden sie schneller, speichern mehr Energie und kosten weniger. Eine Erfindung, die vor allem das Elektroauto voranbringen könnte. Der chinesische Mathematiker und Naturwissenschaftler aus der Millionenstadt Guangzhou fand in Ilmenau seinen perfekten Forschungsstandort: Er und sein 20-köpfiges Team arbeiten in speziell auf das Projekt abgestimmten, modernen Labors – „Forschung hat hier an der TU einen hohen Stellenwert“, sagt Lei.

Weit vorn auf diesem Sektor ist auch sein Kollege Prof. Dr. Ulrich Schubert. Er leitet das Jena Center for Soft Matter am Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) und das Zentrum für Energie und Umweltchemie (CEEC) an der Friedrich- Schiller-Universität Jena. Seit 2007 arbeitet der Chemieprofessor hier auch an Batterien, die keine Schadstoffe produzieren und sich dank integrierter Solarzelle selbst aufladen. Statt giftiger Stoffe wie Schwefelsäure und Blei verwendet er Kunststoffmoleküle, aufgelöst in Salzwasser. Die sauberen Batterien können sowohl winzige LEDs als auch Elektroautos mit Energie versorgen. Mehr als zehn Patente wurden bereits angemeldet.

 

Beide Forscher schätzen die gute internationale Vernetzung und das hohe wissenschaftliche Niveau. Ilmenau und Jena sind Standorte von Fraunhofer- Instituten. Ihre Projekte sind längst über den Konzeptstatus hinaus. Nächster Schritt: die Marktreife. Schon in wenigen Jahren dürften die Batterien den Weg in den alltäglichen Gebrauch finden – die Batterie-Revolution aus Thüringer Laboren.

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