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Die Bessermacher aus Thüringen

Fahrradsichere Schienen und sichtbare Hygiene – zwei geniale Ideen, die gerade mit dem Thüringer Innovationspreis ausgezeichnet wurden. Der Freistaat setzt auf die Förderung junger Unternehmen. Mit Erfolg: Die Zahl der Gründungen ist im ersten Halbjahr 2018 angestiegen.

Um 1,3 Prozent stieg die Zahl der Unternehmensgründungen in Thüringen in den ersten sechs Monaten 2018. Damit konnte sich der Freistaat vom Trend absetzen – bundesweit kam es zu einem Rückgang von 1,8 Prozent. „Thüringen ist ein vitaler Innovationsstandort“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Anlässlich der Verleihung des Innovationspreises im November lobte er die Menschen, die mit ihren Ideen neue Produkte und Verfahren entwickeln und so die Welt für ihre Kunden ein bisschen besser machen.

Der Innovationspreis gehört ebenso wie der Gründerpreis zu den Maßnahmen, mit denen der Freistaat junge Unternehmer fördert, die neue Wege gehen und mit ihrer Kreativität ein wichtiger Faktor für die Zukunftsfähigkeit Thüringens und Deutschlands sind.

Beim Gründerpreis Anfang Dezember und beim Innovationspreis im November wurden insgesamt Preisgelder in Höhe von 175.000 Euro vergeben. Vier der Gewinner stellen wir kurz vor:


Gleich doppelt ausgezeichnet wurde die Heyfair GmbH. Den Gründerpreis in der Kategorie Businessplan (dotiert mit 12.500 Euro) gewann das Unternehmen aus Jena ebenso wie den Innovationspreis im Bereich „Licht & Leben“ (20.000 Euro). Heyfairs „einleuchtende“ Idee: Hygiene sichtbar zu machen. Das Team um CEO Robert Hellmundt (lesen Sie hier ein Interview) hat ein Desinfektionsmittel entwickelt, das kurzzeitig sichtbar ist – und so zeigt, welche Hautstellen eben nicht ausreichend desinfiziert wurden. Klingt lustig, hat aber einen ernsten Hintergrund: Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 15.000 Menschen an den Folgen von Krankenhausinfektionen.

In der mit 20.000 Euro dotierten Kategorie „Tradition & Zukunft“ beim Innovationspreis fand die Idee der Dätwyler Sealing Technologies Deutschland GmbH aus Waltershausen das Gefallen der Jury. Ihr fahrradsicheres „Velo-Gleis“ stattet Bahnschienen mit einem flexiblen Gummiprofil aus – die Bahnen können darauf problemlos fahren, Fahrradfahrer bleiben nicht hängen. Wer schon mal mit seinem Bike in Straßenbahnschienen geraten ist, wird diese Auszeichnung auf jeden Fall gutheißen.

Die Innovation der ADVA Optical Networking SE geht uns alle an: Das Unternehmen aus Meiningen gewann beim Innovationspreis in der Kategorie „Digitales & Medien“ (20.000 Euro) für die Entwicklung eines besonders leistungsfähigen Transceivers. Auf Deutsch heißt das: ein kleiner Kasten, der eine wichtige Voraussetzung für das leistungsfähige 5G-Mobilfunknetz schafft. Der LTE-Nachfolger sorgt nicht nur dafür, dass wir mit unseren Smartphones schneller surfen, sondern garantiert auch, dass sich Industrie 4.0 und Internet der Dinge entwickeln können, sodass Thüringen und Deutschland international wettbewerbsfähig bleiben.

Der Sonderpreis „Innovative Gründung /Digitalisierung“ (10.000 Euro) beim Gründerpreis ging nach Jena. Hier hat das erst im Juli 2018 gegründete Unternehmen ICO-Lux GmbH seinen Sitz. Das Start-up entwickelte eine Software, die es Computern ermöglicht auch analoge Dokumente zu lesen und zu verstehen. Zum Einsatz kommen könnte die Software zum Beispiel bei privaten Krankenkassen, die täglich eine Flut von analogen Belegen verarbeiten müssen, wobei sich immer wieder Fälschungen darunter mischen.