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„Ohne den Innovationspreis hätten wir uns das nicht geleistet“

Interview mit Dr. Martina Schmitz, Biochemikerin, CSO bei oncgnostics GmbH

Die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Innovationspreis läuft noch bis zum 30.06.2018. Dass sich eine Teilnahme lohnt, zeigt das Beispiel von oncgnostics: Das Jenaer Unternehmen hat 2017 den Preis in der Kategorie „Licht & Leben“ gewonnen. Laborleiterin Dr. Martina Schmitz erklärt, wie der Preis ihre Arbeit vorangebracht hat. 

Frau Dr. Schmitz, oncgnostics hat schon zweimal den Thüringer Innovationspreis bekommen: 2014 und 2017. Wieso hatten Sie sich ein zweites Mal beworben? 
2014 steckte unser Projekt noch in den Kinderschuhen. Wir waren damals schon in der Kategorie „Licht und Leben“ nominiert – bekamen aber stattdessen den Forschungspreis für junge Unternehmen. Gegen die namhafte Konkurrenz konnten wir damals einfach noch nicht genug ausrichten. Aber in den folgenden Jahren sind wir in der Entwicklung sehr gut vorangekommen. Aus einer spannenden Idee ist eine erfolgreiche Innovation geworden. Deshalb haben wir gedacht: Gut, probieren wir es einfach nochmal. 

Um welche Innovation handelt es sich?
GynTect® ist ein neuer Diagnostiktest zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Bei der herkömmlichen Methode werden Abstrichproben unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wird immer noch ungefähr die Hälfte aller Krebsfälle übersehen. Zudem haben die allermeisten Frauen einmal im Leben einen auffälligen Befund und müssen sich dann immer wieder neuen Tests unterziehen – was mit viel Unsicherheit und Stress einhergeht. All das ist vermeidbar, denn ein solcher Befund entwickelt sich nur in seltenen Fällen zu einer tatsächlichen Krebserkrankung. 

Was ändert sich durch Ihr Testverfahren?
Mit ihm kann das menschliche Erbgut direkt nach Veränderungen untersucht werden, die auf eine tatsächliche Krebserkrankung hinweisen. Finden sich keine, müssen sich Frauen auch keinen weiteren Tests unterziehen. Wenn doch, kann man zielgerichtet gegen die Infektion vorgehen. Unser Verfahren verringert damit die Ungewissheit. 

Inwiefern hat der Innovationspreis Ihre Arbeit vorangebracht?
Zum einen brachte uns der Preis viel Aufmerksamkeit, vor allem im lokalen Bereich. Das ist äußerst wichtig, um zum Beispiel neue Investoren ins Boot zu holen. Zudem werden wir durch die höhere Bekanntheit immer öfter eingeladen, um unser Unternehmen vorzustellen – Stichwort Netzwerk. Der Innovationspreis ist ein guter Ausgangspunkt für diese wichtigen Entwicklungen. Außerdem konnten wir mit dem Preisgeld kleinere Projekte finanzieren, die wir uns sonst nicht hätten leisten können. 

Zum Beispiel?
Wie sehr die konventionelle Krebs-Diagnostik Frauen psychisch belasten kann, ist Vertretern von Krankenkassen und Frauenärzten oft gar nicht bewusst. Damit sich das ändert, haben wir gemeinsam mit einem Dienstleister eine Umfrage unter jungen Frauen zu diesem Thema gestartet. Ein solches Projekt hätten wir ohne den Innovationspreis nicht umsetzen können.

Gut zu wissen

Der Thüringer Innovationspreis wird am 14. November 2018 in Weimar verliehen. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2018 in den Kategorien „Tradition & Zukunft“, „Industrie & Material“, „Licht & Leben“ und „Digitales & Medien“ möglich.

Teilnehmen können Unternehmen jeder Größe, Einzelpersonen, Handwerksbetriebe, Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Wichtige Bedingung: Ihr Sitz muss in Thüringen sein. Eingereicht werden können neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, die überwiegend in Thüringen entwickelt wurden. Außerdem dürfen sie erst seit kurzem auf dem Markt sein oder unmittelbar vor der Einführung stehen – und gute Aussichten auf eine erfolgreiche Etablierung haben.

Die Entscheidung über die Preisträger fällen überregionale Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Das Preisgeld beträgt insgesamt 100.000 Euro – damit gehört der Thüringer Innovationspreis zu den am höchsten dotierten Landes-Innovationspreisen. 

 

Mehr dazu:

www.innovationspreis-thueringen.de

www.magazin.das-ist-thueringen.de

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