Ihre Entscheidung zu Cookies auf dieser Wesite ist für uns wichtig

Wir nutzen Cookies, um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben. Das von uns zu diesem Zweck eingesetzte Tool ist etracker. Klicken Sie auf „Stimme zu und weiter“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren; oder klicken Sie unten auf „Cookies ablehnen“. In dem Fall können Sie dieses Internetangebot nutzen, ohne dass die genannten Tools eingesetzt werden. Einzelheiten zu Cookies und die eingesetzten Tools erfahren Sie unter Datenschutzhinweise.

Stefanie Loos | Thüringer Tourismus GmbH

Clueso: einer, der den Ton angibt

Zughafen Erfurt

Eine Idee und zwei Freunde, die etwas bewegen wollen: Vor 17 Jahren entstand so am Erfurter Güterbahnhof, östlich der Altstadt, ein kulturelles Aushängeschild der Stadt – der Zughafen.

Andie Welskop und der Musiker Clueso schufen 2002 einen Ort, an dem sich Musikprojekte, frische Unternehmensideen und Kunst frei entfalten können. Tausende Stunden gingen in die Renovierungsarbeiten, bevor die ersten Büros und Musikstudios bezogen werden konnten. Von hier aus startete Clueso mit eigener Band seine Karriere, die übrigen Räume wurden an Firmen und Künstler untervermietet.

Heute ist der Szenetreff mit Industriecharme ein wichtiger Kulturstandort in Erfurt. Hier kommen Kreative zum Zug: Auf dem Gelände zwischen Gleisen, Bahnsteigen und Backstein nutzen sie Werkstätten, Lagerhallen, Probe- und Aufnahmeräume. Für das Ausgehpublikum gibt es Cafés und einen Biergarten. Bis zu fünf Locations können gleichzeitig bespielt werden, darunter eine Open-Air-Bühne. Ob Indie-Konzerte oder Bach-Wochen, jedes erdenkliche Genre ist im Angebot. Nachts mischt sich der Technobeat des Clubs „Kalif Storch“ mit dem Rattern der Güterzüge.

Neben Ateliers und Galerien haben sich Start-ups angesiedelt. Unternehmer gründeten hier eine Craftbeer-Brauerei, eine Manufaktur für Holzdesign, einen Online-Weinhandel und sogar eine Whiskybrennerei.

Clueso avancierte inzwischen zum bundesweiten Star und zog nach Berlin, die Kreativen vom Güterbahnhof machen weiter. Welskop gründete den Verein „Netzwerk Kulturbahnhof e. V.“ und kämpfte lange für die Verlängerung des Mietvertrags mit der Deutschen Bahn. Mit Erfolg: Der Zughafen bleibt. Die Stadt erwarb das Gelände und setzt damit den ersten lebendigen Akzent in der Erfurter ICE-City, einem neu geplanten Viertel. Man darf gespannt sein, welche Einfälle die rund 40 Künstler, Musiker und Kleinunternehmer für den gerade erst entstehenden Stadtteil haben. Denn damit fing schließlich auch der Zughafen an: mit einer Idee.

Ähnliche Artikel

Hier kommen Künstler und Kreative zum Zug

Wo man sich in Erfurt trifft? Im Zughafen. Das ehemalige Bahngelände ist zum Zentrum für Partyfreunde und Kreative geworden. Wir haben dem Zughafen...

Christine Westermann: Erfurter Heimatklänge

Christine Westermann liebt Sydney, hat in San Francisco gelebt, ist schon lange in Köln zu Hause. Wenn sie ihre Geburtsstadt Erfurt besucht, kommen...