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Mirko Krüger | Thüringische Landeszeitung

Die Zahnbürste kommt aus Bad Tennstedt

Sägemehl, Schwämme, Federkiele: Mit solchen eher wenig erfolgversprechenden Hilfsmitteln putzten die Menschen hierzulande lange ihre Zähne. Doch dank des Thüringers Christoph von Hellwig begann vor rund 320 Jahren eine Revolution im Kampf gegen Karies und Co. Der 1663 in Kölleda geborene Pfarrerssohn hatte in Erfurt und Jena Medizin studiert und war seit 1696 Stadtphysikus – so etwas wie ein früher Amtsarzt – in Tennstedt, dem heutigen Bad Tennstedt.

In dieser Position entwickelte er eine neuartige Zahnbürste. Ihr Griff bestand aus Holz oder Metall, die Borsten aus Pferdehaar. Im Jahr 1700 präsentierte der findige Mediziner seine Erfindung und ihre einfache Handhabung in der Zeitschrift „Frauenzimmer-Apotheke“. Es ist der Beginn einer jahrhundertelangen Erfolgsgeschichte.

Moderne Zahnbürsten haben zwar Borsten aus Nylon statt aus Pferdehaar, sind aber von Hellwigs Erfindung ansonsten noch immer sehr ähnlich. Und in Bad Tennstedt erinnert inzwischen ein Denkmal an die wohl berühmteste Erfindung der Stadtgeschichte: zwei überdimensionierte Zahnbürsten in einem riesigen Becher.

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