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Martina Berg | fotolia

Thomas Müntzer: scharfer Prediger

Thomas Müntzer und der Bauernkrieg

Ob Cromwell in England, Robespierre in Frankreich oder Che Guevara in Lateinamerika – wer Freiheit gewaltsam erzwingen will, bleibt umstritten. Nicht anders ist das mit dem berühmtesten Freiheitskämpfer Thüringens, Thomas Müntzer. Der Pfarrer der Marienkirche in Mühlhausen predigte nicht nur gegen das Papsttum, wie es sein Zeitgenosse Luther tat. Vielmehr entwickelte er sich zum Sozialrevolutionär, der den Reformator als „das geistlose, sanftlebende Fleisch zu Wittenberg“ schmähte. Das gemeine Volk sollte sich mit dem Schwert von der gottlosen, raffgierigen Obrigkeit befreien.

Bei Worten blieb es nicht. Müntzers Anhänger wüteten in Kirchen und Klöstern, zum Beispiel in Volkenroda. Und 1525 führte der Prediger ein Heer von Mühlhäuser Bürgern sowie Bauern der Umgebung in eine der bedeutendsten Schlachten des Deutschen Bauernkriegs. Bei Frankenhausen unterlag Müntzer den Söldnern der Fürsten und wurde kurz darauf hingerichtet.

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