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Wer die Tütensuppe wirklich erfand

Manche Irrtümer halten sich hartnäckig. Dazu gehört beispielsweise, dass Julius Maggi die Fertigsuppe erfunden habe. Richtig ist: Bereits 15 Jahre vor dem Schweizer Unternehmensgründer stellte Rudolf Scheller aus Hildburghausen Trockensuppen her und bot sie der preußischen Heeresleitung an. Preußen befand sich 1870/71 im Krieg mit Frankreich und versorgte seine Soldaten unter anderem mit einer Erbswurstmasse, die sich mit Wasser zu einer Suppe kochen ließ. Die Masse war aber zu feucht, um lange haltbar zu sein. Scheller verbesserte die Rezeptur und presste die Zutaten in trockene Tafeln. Zwar lehnte das Militär Schellers Erfi ndung ab, der Thüringer Unternehmer ließ sich aber nicht entmutigen und produzierte seine „condensirten Suppen“ ab 1872 im großen Stil. Seine vier Suppentafeln bestanden aus Reis, Mehl, Grieß beziehungsweise Erbsen und ließen sich innerhalb weniger Minuten zubereiten. Scheller verkaufte seine Produkte bis in die USA und blieb zunächst konkurrenzlos. Der Abstieg begann, als die Firmen Maggi und Knorr erfolgreich Werbung für ihre eigenen Fertigprodukte machten. 1947 stellte die Hildburghausener „Erste Fabrik condensirter Suppen“ ihren Betrieb ein.

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