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Rasmus Schübel / TTG

Der schiefe Turm von Bad Frankenhausen

Eine Wasserwaage muss man nicht an den Turm der Bad Frankenhauser Oberkirche im Kyffhäuserkreis halten – er ist offensichtlich aus dem Lot. Und zwar mit etwa fünf Grad Neigung fast ein Grad mehr als sein berühmtes Pendant in Pisa. In Schieflage geriet der 56 Meter hohe Turm durch ein Absacken der Erdmasse. Schon bei der Errichtung der „Kirche Unserer Lieben Frauen am Berge“ im Jahr 1382 entpuppte sich der mit Hohlräumen gespickte Grund als tückisch. 1908 brach 500 Meter vom Turm entfernt sogar der Boden ein. Allmählich begann der Turm zu kippen, und das mit bis zu sechs Zentimetern pro Jahr. Schließlich musste er geschlossen werden, man erwog gar den Abriss. Dazu kam es nicht: Inzwischen ist der Untergrund befestigt, Stahlrohre und Zuganker verhinderten rechtzeitig die gefährlich voranschreitende Neigung. Und die Gemeinde Bad Frankenhausen hegt und pflegt ihr Wahrzeichen, sanierte zuletzt unter anderem seine Spitze, die Turmuhr und das Dach. Wenn alles nach Plan läuft, soll er bald wieder öffnen – wenigstens hängt also der Haussegen nicht schief.

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