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Faszinierende Unterwelt: Die Feengrotten waren früher ein Bergwerk.

Farbspiele unter der Erde

Die Saalfelder Feengrotten

„Lägen diese Grotten nicht in Deutschland, sondern etwa in Amerika, wäre man längst aus aller Welt dorthin gepilgert.“ Dieser Satz über die Feengrotten in Saalfeld stammt nicht etwa aus einem aktuellen Reiseführer. Der Naturforscher Ernst Haeckel formulierte ihn 1914. Damals wurde das ehemalige Bergwerk, das zwischen 1530 und 1850 Alaunschiefer geliefert hatte, zu Schauzwecken geöff net. Heute, mehr als 105 Jahre nach der Eröffnung, kann man sagen, dass die Feengrotten tatsächlich zu einem Pilgerort für Touristen geworden sind. Über 19 Millionen Besucher haben sich mittlerweile von der einmaligen Höhlenlandschaft faszinieren lassen.

Der Bergbau und die Natur haben in Saalfeld Grotten von einzigartiger Schönheit geschaff en: Noch während die Bergleute in den von ihnen geschlagenen Höhlen arbeiteten, bildeten sich erste Tropfsteine. Innerhalb weniger Jahrhunderte entwickelten sich daraus die Gebilde, die 1993 für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sorgten: die farbenreichsten Tropfsteinformationen der Erde. Die rund 100 Farbtöne von Blau und Grün über Gelb und Rot bis hin zu zahlreichen Braunnuancen sind mehr als 45 Mineralen zu verdanken.

Viele der schillernden Tropfsteine sind so fein, dass sie an langes Frauenhaar erinnern. Sie inspirierten einen Geologen zu dem Namen „Feengrotten“. Auch die Namen „Märchendom“ und „Gralsburg“ gehen auf diesen Wissenschaftler zurück. Sie bezeichnen die berühmtesten Formationen der Saalfelder Unterwelt.

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