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Schatzhaus der Kunst

Zu Besuch im Lindenau-Museum

In Altenburg steht „ein Schatzhaus der Kunst, das einem wie ein Wunder vorkommt“, schwärmt die Wochenzeitung „Die Zeit“ vom Lindenau-Museum. Dass sich der Stellenwert des Hauses weiter herumspricht, möchte auch Angelika Wodzicki. Sie leitet die Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik des Lindenau-Museums.

Frau Wodzicki, weshalb nennen Kenner das Lindenau-Museum in einem Atemzug mit den bedeutendsten  Kunstsammlungen Deutschlands?

Unser Museum besitzt eine der umfangreichsten Spezialsammlungen früher italienischer Tafelmalerei. Das sind 180 auf Pappelholz gemalte Altarfragmente aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, unter anderem von Sandro Botticelli, Fra Angelico und Luca Signorelli.

Welche weiteren Schwerpunkte möchten Sie hervorheben?

Eindrucksvoll ist unsere Kollektion griechischer und etruskischer Keramiken. Diese edlen Gefäße sind etwa 2.500 Jahre alt. Lehrreich ist auch unsere Gipsabguss-Sammlung nach berühmten Bildwerken der Antike und der Renaissance. Es gibt eine wunderbare historische Kunstbibliothek, eine Vielzahl von Plastiken und Gemälden des 19. bis 21. Jahrhunderts. Vor allem aber verfügen wir über eine der größten musealen Sammlungen des 1989 verstorbenen international renommierten Künstlers Gerhard Altenbourg.

Das Museum ist nach seinem Gründer benannt. Blieb von Bernhard August von Lindenau mehr als der Name?

Wir verdanken Lindenau nicht nur einen großen Teil unserer Bestände, sondern stehen auch museumspädagogisch in seiner Tradition. Lindenau war ein universell gebildeter Naturwissenschaftler und Staatsmann, der zwölf Jahre an der Spitze der Regierung Sachsens stand. In seine Heimatstadt Altenburg zurückgekehrt, eröffnete er 1848 ein Museum. Integriert war von Beginn an eine Lehranstalt zum Malen, Zeichnen und Töpfern. Die jungen Leute der Stadt sollten in einer Zeit, in der öffentliche
Museen noch selten waren, den unmittelbaren Umgang mit originalen Kunstwerken erleben. Diesem Ideal fühlen wir uns bis heute verpflichtet: Zu den Abteilungen unseres Hauses gehört eine Jugendkunstschule. Das ist in der deutschen Museumslandschaft einzigartig.

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