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AKTIVITÄT

Ein „Kaffeeklatsch“ mit Erik Lesser und Philipp Horn

Gut 160 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche pro Jahr. Ein Grund für diese Beliebtheit liegt vielleicht auch darin, dass man Kaffee auf viele Arten genießen kann – vom wieder angesagten Filterkaffee über hippen Cold Brew bis zum Café au Lait mit tollen Toppings. Auch die beiden Thüringer Biathlon-Asse Erik Lesser und Philipp Horn sind leidenschaftliche Kaffeetrinker. Wie sie ihren Kaffee am liebsten zubereiten, wie weit ihre Leidenschaft geht und warum Thüringen ein guter Ort für Kaffeegenießer ist, haben uns die beiden bei einer Genuss-Tour durch drei Röstereien in Erfurt, Weimar und Jena verraten.

Station 1 – Epitome Coffee, Erfurt

Das Epitome Coffee ist eine deutsch-australische Erfolgsgeschichte. Die Rösterei am Fischmarkt 8 in Erfurt wird von Annika und Sebastien betrieben, die sich in Australien kennengelernt haben. Das Unternehmen gibt es seit 2017 und es ist zu einer echten Institution für Kaffee-Fans in Erfurt geworden. Auch, weil Sebastien und Annika strikt auf die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer originellen Röstungen achten. Im Epitome Coffee treffen wir Erik und Philipp zum Auftakt ihrer koffeinhaltigen Entdeckungstour durch Thüringen.

Hallo Erik, hallo Philipp. Kaffee?

Erik: Gern.

Philipp: Ich nehme auch einen.

Was darf es denn sein?

Philipp: Für mich bitte einen doppelten Espresso.

Erik: Für mich auch.

Okay. Ist das eure liebste Art, Kaffee zu genießen?

Erik: Absolut. Ich brauche keine ausgemachten Spezialitäten mit Milchschaum hier und Topping da.

Philipp: Geht mir genauso. Ein schöner Espresso, gern als Americano, also mit Wasser verlängert. Wunderbar.

Station 2 – Röstbrüder, Weimar

Die Röstbrüder, das sind Colin und Vincent. Ihre Kaffee-Leidenschaft haben sie eher zufällig während ihres Studiums entwickelt, als sie die ein oder andere Tasse tranken, um die langen Nächte über den Büchern durchzustehen. Es folgte ein Job in einem Café und schließlich der Traum von der eigenen Rösterei. Den haben sich die beiden inklusive eines kleinen Cafés 2020 erfüllt und sie legen Wert darauf, nur fair gehandelten Kaffee zu verkaufen. Und zwar in der Richard-Wagner-Straße 17 in Weimar. Dort kommen unsere beiden Sportler bei einer ersten Tasse in entspannte Plauderlaune.

Wie seid ihr zu Kaffee-Gourmets geworden?

Erik: Als Gourmet würde ich mich nicht unbedingt bezeichnen. Mir ist einfach gute Qualität wichtig. Und zu der bin ich durch einen Freund gekommen, der schon immer viel über Kaffee erzählte und darüber richtig philosophieren konnte. Seitdem achte ich beim Kauf auf die Qualität.

Philipp: Dieser „Kaffee-Philosoph“, übrigens auch ein Biathlet, ist ein gemeinsamer Freund von Erik und mir. Ein ehemaliger Mitbewohner von mir, der zusammen mit einer Rösterei eigene Mischungen entwickelt. Die verbindet er dann mit der Welt des Sports.

Wie das denn?

Philipp: Er setzt auf die Leistungsfähigkeit, die mit dem Koffein kommt, und hat drei verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Koffeingehalten entwickelt.

Außer Koffein: Was macht für euch guten Kaffee aus?

Erik: Ich bin nicht der Feingeist, der im Espresso feinen Säuren hinterherschmeckt. Ich bin eher bodenständig und brauche ein einfaches, vollmundiges Aroma. Schokoladig, nussig, darauf stehe ich. 

Philipp: Ich experimentiere schon gern. Zuhause habe ich immer etwa 5 Sorten stehen, mit denen ich herumprobiere. So kann ich spontan entscheiden, ob ich eher etwas Herberes mit viel Koffein möchte oder etwas Mildes.

Zubereitet in der eigenen Siebträgermaschine?

Erik: Selbstverständlich. Die lasse ich 10 Minuten lange „vorglühen“ und einmal mit heißem Wasser durchlaufen. Der Kaffee ist natürlich frisch und von Hand gemahlen. Dann noch richtig „tampen“, also den Kaffee fachmännisch in den Siebträger drücken. So sieht mein „Ritual“ aus.

Philipp: Bei mir ist es ähnlich. Ich frühstücke in der Regel erst und bereite mir dann einen Espresso in meiner Siebträgermaschine zu. Auf jeden Fall setze ich mich dann mit dem Espresso noch für 10 Minuten aufs Sofa und fahre vor dem Training noch mal komplett runter.

Station 3 – Markt 11, Jena

Geringe Hitze, große Sorgfalt und viel Zeit – das sind neben den Kaffeebohnen die wichtigsten Zutaten, die Röstmeister Andreas Raab im Markt 11 braucht, um herausragende Kaffees zu rösten. Seit 2005 ist das Markt 11 Anlaufpunkt für Jenas Kaffeegenießer. Dabei haben sie die Wahl aus rund 40 verschiedenen Kaffeesorten. Also für jeden Kaffee-Typen die passende Röstung. Davon wollen sich auch Erik und Philipp bei einem Besuch im Markt 11 überzeugen.

Habt ihr einen Geheimtipp für unsere Leser, was die Kaffeezubereitung angeht?

Philipp: Umrühren! Klingt simpel, gehört aber dazu.

Erik: Und auf die Kaffeequalität achten! Guter Kaffee verzeiht auch mal eine falsche Durchlaufzeit oder den falschen Mahlgrad.

Jetzt verbindet man Thüringen nicht sofort mit Kaffee-Kultur. Zu Unrecht?

Philipp: Total. Es ist ja nicht nur das Kaffeetrinken an sich. Es gehört ja auch Entspannung dazu. Und in Thüringen, in der Natur, im Thüringer Wald kann man hervorragend entspannen und vom stressigen Alltag entschleunigen. Das gehört für mich zum Kaffeetrinken dazu.

Erik: Und außerdem gibt es in Thüringen ausgezeichnete Röstereien, die wirklich guten Kaffee bieten. Fast so wie bei Philipp zuhause. (lacht)

Philipp: Aber nur fast. (lacht). Aber ehrlich, Röstereien wie das Markt 11, das Epitome oder die Röstbrüder haben echt Spitzenqualität. Da lohnt der Besuch.

Ein guter Tipp. Erik, Philipp, vielen Dank für das anregende Gespräch!

 

3 Röstereien. 2 Biathleten. 1 Wettkampf. Die TeamThüringen23 Coffee Challenge.

Wer wird Thüringer Coffee-Champion? Erik Lesser und Philipp Horn haben die Loipe gegen Löffel getauscht und sind zur Coffee Challenge angetreten. Drei Disziplinen in drei Röstereien galt es zu meistern, um am Ende den Kaffee-König zu krönen. Wir haben die beiden begleitet, um zu sehen, wer beim Schmecken, Zielen und Schäumen am Ende die Nase vorn hat.

Coffee Challenge No. 1 – Aromen schmecken im Epitome Coffee, Erfurt

Ist es fruchtig? Oder doch beerig? Vielleicht auch schokoladig? Erik oder Philipp, wer hat die feineren Geschmacksknospen und schmeckt die Aromen heraus?

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Coffee Challenge No. 2 – Kaffeebohnen-Zielwerfen im Markt 11, Jena

Bohne statt Patrone. Bei Disziplin zwei müssen Erik und Philipp Zielgenauigkeit beweisen. Aber nicht mit dem Gewehr, sondern per Hand. Wer landet den großen Wurf?

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Coffee Challenge No. 3 – Latte-Art bei den Röstbrüdern, Weimar

Ein Traum von Schaum! Wenn ein Barista loslegt, kann Kaffeetrinken auch optisch zur Kunst werden. Gilt das auch, wenn Philipp und Erik Hand anlegen?

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